Ballerspiele und Killerspiele – Die Suche nach der Schuld

Immer wenn ein Amoklauf passiert, melden sich Boulevarmedien (allen voran der Spiegel) und berichten, dass der Auslöser für die Tat eindeutig gefunden wurde. Die in der Kritik stehenden Killerspiele sollen den Täter psychisch so sensibilisiert haben, dass er hemmungslos die Amok laufe konnte. Viele Lese von Zeitungen und Zeitschriften nehme diesen Sachverhalt auf, ohne diesen kritisch zu hinterfragen.

Erstmal zu den Hintergründen: Ego-Shooter sind heutzutage für alle leicht zugänglich. Diese werden problemlos an bei online games free Seiten zum gratis Download angeboten. Dabei wird der User keiner Prüfung unterzogen, ob er dazu berechtigt ist, diese auch in Deutschland oder in einem anderen Land der Welt zu spielen.

Die Medien sind einfach zu faul um sich einen genaueren Hintergrund und exaktes Bild vom Menschen zu machen, der sich zu dieser Tat gedrängt fühlt. Es muss schnellstmöglich ein Artikel mit einer Ursache publiziert werden, damit das fragende Volk endlich Antworten für solch schreckliche Ereignbisse erhält. Dabei sollte die Gewalt in Computerspielen auf keinen Fall unterschätz werden, weil diese die Gewaltbereitschaft beim Menschen steigern kann. Doch einem Computerspiel die Schuld für so etwas zuzuschreiben ist nicht richtig, obwohl bewanderte Politik dieser Meinung sind.

Es kommen gelegentlich zahlreiche interessante Thesen auf, warum der Amokläufer so gehandelt und wie man die Tat hätte verhindert können. Meist sind dieser aber ziemlich weit hergeholt und rein spekulativ. Lernen Ballerspiele-Gamer tatsächlich sich den Fluchtweg aus Ihrem Leben frei zu ballern? Kann ein FIFA-Zocker leicht Profi-Fußballer werden? Ist ein C&C-Spieler (Command & Conquer) der nächste Napoleon? Animiert das Spiel Monkey Island den Spieler Pirat zu werden? Wenn man sich diese Fragen stellt, dann stellt man schnell fest, dass ein Totalverbot einfach zu überzogen wäre. Die Befürworter des Verbots zeigen durch solch eine radikale Forderung, dass von der Materie anscheinend nur wenig Ahnung haben und sich darum nicht beschäftigen wollen warum Ballerspiele eine solche starke Anziehungskraft auf Jugendliche haben. Die schnellste Lösung wäre auch die einfachste nämlich die Forderung für ein Totalverbot. Somit macht man sich in der Presse zum Helden der Nation, weil aus den Augen aus dem Sinn. Jedoch wird dadurch nur erreicht, dass die Symptome kuriert werden. Das Problem wird weiterhin bestehen.

Man sollte sich mit solchen Fragen beschäftige: Wie kommen überhaupt Jugendliche an solch brutale Spiele? In den größten Elektronikfachgeschäften und auch in vielen Videotheken sind Horror- und Pornofilme nur schwer zugänglich. Es gibt dafür extra Bereiche in Videotheken. Sollten man sich für solche Art von Spielen ebenfalls separate Bereiche zulegen? Des Weiteren sollte die Abgabe dieser Games muss kontrolliert werden. Das gilt aber auch für Donwloads und online freegames. Aber die Eltern sind gefordert. Diese müssen sich fragen, was ihre Kinder für PC Games konsumieren, während diese die Zeit vor dem Rechner verbringen. Spielkonsolen, wie z. B. Nintendo WII, Sony PlayStation (PS3) oder Microsoft Xbox, sollten aber auch nicht unterschätzt werden.

Aber die wichtigste Frage vor allen: Wie kommt ein Kind an die Waffe, um solch eine Tat begehen zu können?

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